Was unsere Katze uns sagen möchte

Wer kennt das nicht: Sie schaut uns ganz verträumt an und so gerne würde man wissen wollen, was unsere Mieze wohl gerade denkt.
Leider kann sie uns das nicht sagen, aber wer seine Katze aufmerksam beobachtet, der erkennt sehr deutlich in welcher Stimmungslage sie sich befindet und was Ihre Körpersprache zu bedeuten hat.

Wichtiges Indiz hierfür ist die Stellung der Ohren, der Augen, des Schwanzes, die Haltung des Kopfes und des Körpers und welche Geräusche die Katze von sich gibt.

Schnurren

Katzen sind im Allgemeinen sehr freundliche Tiere. Selbst wenn sie mit geschlossenen Augen vor sich hin dösen, registrieren sie ihre Umgebung. Wenn sie sich in ihrer Umgebung sicher und geborgen fühlen kann man sie im Vorbeigehen streicheln, ohne das sie die Augen öffnen. Manche fangen sogar an zu schnurren, was ein Zeichen von großem Wohlbehagen ausdrückt. Schnurren kann auch der Ausdruck von Angst sein, beispielsweise bei einer Behandlung beim Tierarzt. Dann möchte sie ihrem Menschen mitteilen, dass sie seine Hilfe braucht. Katzenmütter, die gebären, schnurren auch, ebenso wie Katzen, die krank sind. Nie aber hat Schnurren den Beiklang des Bedrohlichen.

Treteln

Selbst Neugeborene können schon nach wenigen Tagen schnurrende Laute von sich geben. Ihre ersten wohligen Empfindungen erfahren sie an der Mutterzitze. Durch das Saugen und Treteln (auch Milchtritt genannt) fließt die Muttermilch ins Mäulchen und ist für das Baby nicht nur lebensnotwendig, sondern auch ein Hochgenuss !!! Viele Katzen behalten das Treteln ein Leben lang bei und fangen damit an, wenn sie sich ganz besonders wohlig und zufrieden fühlen. Die Katze schließt die Augen und schnurrt laut. Sie bewegt dabei abwechselnd die Pfötchen auf einer Stelle und genießt die Streicheleinheiten ihres Menschens.

Köpfchen geben

Das Köpfchen geben ist für den Menschen ein ganz besonderes Privileg und als zärtliche Geste am ehesten mit dem Nasen reiben der Eskimos zu vergleichen. Die Katze macht  " ihren Menschen zu ihrem Besitz " Sie markiert ihre Duftstoffe, indem sie ihr Köpfchen an ihm reibt. Wenn sie dann ihren Kopf leicht nach unten senkt und mit der Stirn ihren Menschen anstupst, dann ist dies ein Zeichen sehr großer Zuneigung! Man sollte sie dann sanft über den Kopf streicheln und ihr sagen, dass man sie auch sehr lieb hat! Sie versteht das!!

Mit dem Schwanz peitschen

 

 

 

Nicht immer ist eine Katze gut gelaunt. Es gibt auch Dinge, die sie als störend empfindet. Z.Bsp. die zu aufdringliche Annäherung von einem Fremden oder einer anderen Katze! Sie bleibt zunächst ganz ruhig sitzen oder liegen und signalisiert ihren Unmut durch bloßes Zucken des Schwanzes, welches bis hin zum Schlagen führen kann. Wird dieses Warnsignal ignoriert...

Fauchen und Knurren

... dann wird sie anfangen zu Fauchen oder sogar zu Knurren! Das bedeutet: Bleib mir vom Leib oder ich werde böse! Harmlose Fauchgeräusche hören sich nicht allzu laut und im Allgemeinen kurz an. Sie können aber auch sehr bedrohlich klingen. Ebenso das Knurren, welches sich im Stadium höchster Erregung wie ein hohes Singen anhört! Dieser Ton ist unverkennbar und höchst bedrohlich!

 

Fell aufrichten

Die Katze richtet ihr Nacken - und Rückenfell auf, um größer zu erscheinen und ihrem Gegenüber Respekt einzujagen. Wenn jetzt keiner von Beiden nachgibt, kommt es in den meisten Fällen zum Kämpf. Die Katze ist jetzt in höchsten Maße erregt!

 

Starrer Blick und Kopf schräg legen

Wenn die Katze die Augen weit und starr aufreißt und dabei den Kopf zum Angriff neigt, ist allerhöchste Alarmstufe gegeben! Gehen Sie niemals mit der bloßen Hand dazwischen! Die Katze ist in einem so gravierenden Erregungszustand, dass es passieren kann, dass sie ihr Herrchen/Frauchen nicht erkennt und um sich beißt! Diese Verletzungen können sehr bösartig sein und müssen unbedingt einem Arzt vorgestellt werden! Aber auch Verletzungen unter den Tieren können sich sehr böse entzünden und müssen vom Tierarzt behandelt werden !

 

Miauen

 

Es gibt dutzende Varianten wie unsere Lieblinge Miauen können und jeder Laut hat seine eigene Bedeutung.

 

 

 

1.   wie oben erwähnt die Fauchlaute oder Erregungslaute, je nach Erregungsgrad steigert sich die Intensität

 

2.  die Jagdlaute, das haben Sie bestimmt schon beobachtet, wenn Ihre Katze eine Fliege fangen möchte

 

3.  die Ruflaute, die Katze sucht z. Bsp. ihre Jungen oder ist durch irgendetwas sehr aufgeregt. Sie benutzt sie ganz      gezielt, damit man ihr die Tür öffnet, oder wenn sie Hunger hat oder wenn sie Rollig ist und einen Kater anlocken möchte

 

4.   und dann gibt es noch die große Gruppe der Plauderlaute. Katzen kommunizieren in kurzen Lauten miteinander.

 

 

 

Wie sprachfreudig ein Kätzchen ist, hängt ein wenig mit dem Temperament und der Rasse zusammen. Orientalen sagt man nach, dass sie sehr gesprächig sind. Ruhige Rassen  hingegen sind Perser und BKH. Die Birmchen siedeln sich eher in der Mitte an. Es ist eben auch von Tier zu Tier verschieden!

 

 

Ohrenstellung

  1. Die Katze hebt den Kopf hoch und zieht ihn dabei zurück - ihr Gegenüber ist ihr zu aufdringlich.
  2. Die Katze schließt die Augen halb und dreht die Ohren leicht zur Seite - sie genießt.
  3. Die Katze stellt die Ohrmuscheln hoch, dreht sie nach hinten und verengt die Pupillen - sie warnt, sich vorsichtig ihr gegenüber zu verhalten.
  4. Die Pupillen der Katze erweitern sich trotz Licht - sie ist erschrocken.
  5. Die Katze spitzt die Ohren und öffnet die Augen weit - sie möchte spielen.
  6. Die Katze legt die Ohren an, schließt die Augen halb und dreht den Kopf leicht zur Seite - sie gibt zu erkennen, dass sie ihrem Gegenüber nichts tun möchte und erwartet von ihm das Gleiche

Pfötchen heben

Das Pfötchen heben ist ein Warnzeichen für jeden der vor ihr steht und soll bedeuten: Bis hier her und nicht weiter, denn ich bin stärker als du !!! Dieses Verhalten sieht man oft im Jungtieralter, wenn die Kleinen spielerisch ihre Rangordnung ausprobieren. Bei den Erwachsenen verläuft dies oft ohne weitere Aggressionen und dient auch hier zur Wahrung der Rangordnung.

 

Um die Füße streifen

Besonders am frühen Morgen, wenn man noch nicht richtig wach ist ;-) doch die Nacht war lang und unsere Katze möchte nun die volle Aufmerksamkeit haben. Ebenso wenn man nach hause kommt und kaum zur Küchentür reinkommt um die Taschen abzusetzen! Die Katze signalisiert ihr dringendes Bedürfnis, endlich gestreichelt zu werden, viele mögen es auch wenn man sie auf den Arm nimmt und knuddelt, dann fangen sie auch gleich an zu schnurren und Mensch und Tier geht es dabei richtig gut! Die Einkaufstaschen müssen dann erst einmal warten ;-) !!! Auch bei diesem Verhalten setzt die Katze ihre Duftstoffe an ihrer Kleidung ab, was sehr zu ihrem Wohlbefinden beiträgt.

 

Der Liebesbiss

Der Liebesbiss ist so ein Phänomen, auf den wir doch ganz gerne verzichten würden ;-) der in der Katzensprache aber eine gewisse Bedeutung hat. Das sanfte Zwicken mit den Zähnen, können Sie als innig gemeinte Geste der Zuneigung verstehen. Das Zupacken mit den Zähnen kommt übrigens aus dem Liebesritual der Katzen: Der Kater beißt bei der Paarung sanft in den Nacken der Kätzin. Auch wenn es gelegentlich doch etwas mehr zwickt, schimpfen Sie nicht mit ihrer Katze, denn es ist ein "Liebes"biss!!! Eine nun mal Kätzische Art zu zeigen, dass sie Sie mag!